Mit Tinder wurde das Wischen zum Standard beim Online-Dating: nach rechts für „gefällt mir“, nach links für „weiter“. Die App startete 2012 und gehört heute zur Match Group, zu der auch Hinge und OkCupid zählen. Allein bei Google Play steht der Zähler bei über 500 Millionen Downloads. Die Grundfunktionen kosten nichts, wer mehr will, bucht Plus, Gold oder Platinum dazu. Zur offiziellen Website geht es hier: tinder.com
Hinweis: Diese Übersicht beruht auf den offiziellen Angaben von Tinder, den Einträgen im App Store und bei Google Play sowie öffentlichen Nutzerbewertungen (Stand: Oktober 2026). Die Sterne-Bewertung ist eine redaktionelle Einschätzung und kein Praxistest.
Wie funktioniert die Anmeldung bei Tinder?
Du lädst die App kostenlos für iPhone oder Android herunter oder nutzt Tinder direkt im Browser. Registrieren kannst du dich mit deiner Handynummer oder über dein Apple- bzw. Google-Konto. Mindestalter ist 18 Jahre.
Danach baust du dein Profil: Fotos, ein paar Zeilen über dich, deine Interessen und kurze Prompts, also vorgegebene Fragen, die du mit eigenen Antworten füllst. Neu ist die Angabe, was du eigentlich suchst. Mit den Beziehungszielen zeigst du, ob du etwas Festes, etwas Lockeres oder erst mal neue Leute suchst. Das spart beiden Seiten Zeit.
So läuft das Kennenlernen ab
Das Prinzip ist simpel. Tinder zeigt dir Profile aus deiner Umgebung, du wischst nach rechts oder links. Ein Match entsteht nur, wenn ihr euch gegenseitig nach rechts gewischt habt. Erst dann könnt ihr euch schreiben. Ungefragte Nachrichten von Fremden gibt es im kostenlosen Modell also nicht, und das ist für viele der größte Vorteil der App.
Mit einem Super Like zeigst du jemandem, dass du besonders interessiert bist, noch bevor er oder sie dein Profil bewertet hat. Ein Boost schiebt dein Profil für eine kurze Zeit in deiner Umgebung nach vorne, sodass mehr Leute dich sehen.
Wie sicher ist Tinder?
Tinder hat in den letzten Jahren einige Schutzfunktionen eingebaut. Mit der Foto-Verifizierung bestätigst du per Selfie, dass du auf deinen Bildern zu sehen bist, und bekommst dafür ein blaues Häkchen. Die App erkennt außerdem möglicherweise anstößige Nachrichten und fragt nach, bevor sie verschickt oder angezeigt werden. Profile kannst du melden und blockieren, und auf Wunsch sperrst du Kontakte aus deinem Telefonbuch, damit dir Kollegen oder der Ex gar nicht erst angezeigt werden.
Vor einem Treffen kannst du deinen Date-Plan mit Freunden teilen, also wann und wo du dich mit wem triffst. Wer vorher lieber einmal live sprechen will, nutzt den Video-Chat direkt in der App.
Fake-Profile sind trotzdem ein Thema. In den Bewertungen im App Store und bei Google Play beschweren sich Nutzer immer wieder über Spam-Accounts und Profile, die auf andere Plattformen locken wollen. Achte auf das blaue Häkchen und gib keine Zahlungs- oder Kontodaten an Matches heraus.
Was ist bei Tinder kostenlos?
Mehr, als viele denken. Ohne einen Cent zu zahlen, kannst du:
- dich anmelden und dein Profil komplett ausfüllen
- Profile in deiner Nähe ansehen und wischen
- Matches sammeln und unbegrenzt mit ihnen chatten
- deine Suche nach Alter und Entfernung eingrenzen
Die Einschränkung: Die Zahl deiner Likes pro Tag ist begrenzt, und du siehst nicht, wer dich schon nach rechts gewischt hat. Genau da setzen die Abos an.
Was kostet Tinder?
Tinder bietet drei Abo-Stufen, die aufeinander aufbauen:
- Tinder Plus: unbegrenzte Likes, Rückgängig-Funktion für versehentliche Wischer, Passport (du kannst in anderen Städten oder Ländern swipen, etwa vor einer Reise) und ein Inkognito-Modus.
- Tinder Gold: alles aus Plus, dazu siehst du, wer dich geliked hat, und bekommst einen Boost pro Monat sowie wöchentliche Super Likes.
- Tinder Platinum: alles aus Gold, zusätzlich werden deine Likes bevorzugt angezeigt, und du kannst jemandem schon vor dem Match eine Nachricht zum Like mitschicken.
Im deutschen App Store liegen die Preise für Tinder Gold zwischen 13,99 € und 27,49 €, Tinder Platinum wird mit 32,99 € gelistet. Einzelne Boosts kosten dort 7,99 € bis 9,99 €, ein Paket mit fünf Super Likes 5,99 € bzw. 9,99 €. Die genauen Preise siehst du erst in der App. Sie hängen unter anderem von der Laufzeit ab, und Tinder verlangt je nach Alter unterschiedliche Preise. Längere Laufzeiten sind pro Monat deutlich günstiger.
Bezahlt wird meist über deinen App-Store- oder Google-Play-Account, also mit der dort hinterlegten Kreditkarte, PayPal oder Guthaben. Auf deiner Abrechnung taucht dann nur Apple bzw. Google auf.
Wie kann ich Tinder kündigen?
Die kostenlose Mitgliedschaft musst du nicht kündigen. Die Abos verlängern sich dagegen automatisch, bis du sie beendest. Wichtig: Die App zu löschen reicht nicht. Du kündigst dort, wo du bezahlt hast:
- iPhone: Einstellungen, dann dein Name, dann „Abonnements“ und dort Tinder auswählen.
- Android: Google Play Store öffnen, auf dein Profilbild tippen, dann „Zahlungen und Abos“ und „Abos“.
- Im Browser gekauft: in den Kontoeinstellungen auf tinder.com.
Kündige rechtzeitig vor dem Ende der Laufzeit, sonst wird der nächste Zeitraum schon abgebucht. Dein Konto selbst löschst du in der App unter „Einstellungen“ ganz unten.
Kundenservice
Eine Telefon-Hotline gibt es nicht. Erste Anlaufstelle ist das Hilfe-Center unter help.tinder.com, dort kannst du auch eine Anfrage stellen. Für Nutzer in der EU ist die MTCH Technology Services Limited in Dublin zuständig, die Adresse findest du rechts in den Kontaktdaten.
Fazit: Für wen lohnt sich Tinder?
Tinder gehört zu den Dating-Apps mit der größten Reichweite. Das merkt man vor allem in Städten: Du hast schnell viele Profile vor dir, und die Bedienung versteht man in einer Minute. Mit 4,1 Sternen im App Store (über 230.000 Bewertungen) und 4,4 Sternen bei Google Play kommt die App bei den meisten Nutzern gut an.
Die Kehrseite: Tinder lebt von Fotos und schnellen Entscheidungen. Wer ausführliche Profile und Persönlichkeitstests sucht, ist bei einer Partnervermittlung besser aufgehoben. Und die Abo-Preise sind im Vergleich hoch, vor allem wenn du älter bist und nur einen Monat buchst.
Unsere Einschätzung: Zum Ausprobieren reicht die kostenlose Version völlig. Ein Abo lohnt sich erst, wenn du merkst, dass du Tinder regelmäßig nutzt, und dann am ehesten mit längerer Laufzeit.



